Klar kann man nicht von einem auf alle schließen, aber einer ist in dem Fall eben leider schon zu viel :(
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Magazin
05.01.2009Regionales
Eifersuchtsdrama - Polizistin schießt auf Polizist
von Daniel Fuchs
Eifersuchtsdrama - Polizistin schießt auf Polizist

Eine 25-jährige Polizeibeamtin, Angehörige der Polizeiinspektion Lauf, hat am 03.01.2009 in ihrer Dienststelle Beziehungsprobleme auf tragische Weise beendet. Vorausgegangen waren stundenlange Verhandlungen einer psychologisch besonders geschulten Beamtin und deren Kollegen.
Polizeipräsident Hauptmannl
© Bastian Ott
Mittelfrankens Polizeipräsident Gerhard Hauptmannl steht der Schock noch immer ins Gesicht geschrieben
Die 25-jährige hatte in ihrer dienstfreien Zeit in den frühen Morgenstunden des 03.01.2009 ihren 30-jährigen Lebenspartner, ebenfalls ein Polizeibeamter in Lauf, per SMS zur Dienststelle gebeten. Dieser hatte am Vorabend die Beziehung zu seiner Lebensgefährtin beendet. Beide wohnten zusammen in einer Wohnung unweit Ihrer Dienststelle. Außerdem bat Sie den Dienstgruppenleiter, ebenfalls per SMS, als Vermittler beizustehen.
Gegen 6 Uhr morgens traf der Lebensgefährte in der Dienststelle ein und wurde von ihr per SMS in den 2. Stock gebeten. Als sich der 30-jährige in den 2. Stock begab, wurde vom Dienstgruppenleiter mitgehört, wie sich die beiden unterhielten. Die 25-jährige hatte offensichtlich bereits vorher ihre Dienststelle betreten und sich unbemerkt in den zweiten Stock begeben. Die Aussprache zwischen den beiden fand im oberen Stockwerk in einem Dienstzimmer der Polizeidienststelle Lauf statt. Als wenig später bei einer sicherheitsmäßigen Überprüfung des Spindes bekannt wurde, dass die Beamtin bei diesem Gespräch ihre Dienstwaffe mitführte, beorderte man umgehend Spezialkräfte der mittelfränkischen Polizei und Rettungskräfte zur Dienststelle, um mögliche Kurzschlussreaktionen der 25-jährigen auszuschließen. Das obere Stockwerk wurde entsprechend durch ein Einsatzkommando abgesichert.
In stundenlangen Gesprächen versuchten psychologisch besonders geschulte Beamte die Frau zur Herausgabe ihrer Dienstwaffe zu bewegen. Zu keinem Zeitpunkt ließen die Gespräche, die telefonisch geführt wurden, eine Eskalation des Geschehens erkennen. Vielmehr betonte die Beamtin immer wieder, dass sie andere nicht verletzen wolle.
Aus diesem Grund verzichtete die Einsatzleitung deshalb auf einen unmittelbaren Zugriff und setzten weiter auf psychologische Verhandlungen. Gleichwohl waren Notarzt und Rettungskräfte vor Ort postiert worden.
Gegen 14.30 Uhr, mitten im Verhandlungsgespräch, bei dem die 25-jährige völlig zugänglich wirkte, kam es plötzlich zur Abgabe von Schüssen. Spezialeinsatzkräfte, die auf dem Stockwerk postiert waren, drangen unmittelbar danach in den Raum ein. Sie konnten jedoch nur noch Erste-Hilfe leisten.
Wie sich nach einer ersten kriminalpolizeilichen Spurensicherung feststellen ließ, hatte die Beamtin zunächst auf ihren Lebenspartner und anschließend auf sich selbst geschossen. Beide wurden umgehend notärztlich versorgt und sofort in Kliniken eingeliefert. Dort erlag die Beamtin wenig später ihren schweren Verletzungen. Der Zustand ihres Lebenspartners gilt als äußerst kritisch, er wurde in die Erlangner Kopfklinik eingeliefert.
Benjamin Fuchs, Markus Hannich, Michael Linschmann, Bastian Ott















